25 Forces

25 Wege den Konkurrenten von morgen zu identifizieren

Bereits 1979 hat Micheal E. Porter die mittlerweile omnipräsente 5 Forces Strategie im Harvard Business Review veröffentlicht. Die Konkurrenzanalyse nach den 5 Kräften ist bis heute weitverbreitet und auch der Artikel aus dem Jahre 1979 noch lesenswert.

Eine Version des Artikels kann auf der offiziellen Seite des Harvard Business Reviews nachgelesen werden (zum Artikel).

Die steigende Geschwindigkeit in der heutzutage Wertschöpfung generiert wird und sich wertschöpfende Prozesse ändern, zeigt eine Limitierung des Modells auf. Wir konzentrieren uns zunehmend auf unser direktes Umfeld und verlieren den Blick für das große Ganze. Insbesondere etablierte Unternehmen haben das direkte Marktumfeld ausreichend analysiert oder die richtigen Antennen um Veränderungen auf dem Markt rechtzeitig wahrzunehmen. Dies funktioniert bei marktinternen bezeiehungsweise brancheninternen Änderungen gut. Weniger gut ist die Wahrnehmung bei Impulsen von außerhalb der Branche.

Gehen wir nun ein Schritt weiter und analysieren nicht unsere primäre Wertschöpfungskette sondern überspringen Porters 5 Kräfte und konzentrieren uns auf deren unmittelbare Umgebung, so ergeben sich für unsere 5 Kräfte jeweils 5 weitere. Wir wenden somit das 5 Forces Modell auf die jeweiligen Stakeholder an, die ursprünglich die zu untersuchenden Subjekte des Modells waren.


25 Forces Model –
© 2019 Jakob Sommer

Unsere Stakeholder sind somit bereits etablierte Wettbewerber, neue Anbieter durch Markteintritt, Lieferanden und Kunden.

Untersuchen wir nun die 5 Forces jeder dieser vier Stakeholdergruppen erhalten wir nicht nur 20 weitere Untersuchungsergebnisse sondern blicken dadurch gezwungenermaßen über den Tellerrand. Denn die Lieferanten unserer Lieferanten sind von uns meist genauso weit entfernt wie die Kunden unserer Abnehmer.

Bei dem 25 Forces Modell ist initiativ keine Detaillierte Analyse der Ecosystem notwendig. Vielmehr ist eine gewisse Distanz zu unserem angestammten Markt erfolgsentscheidend. Weiterhin muss das Verständnis von Kunde und Anbieter zunächst ausgeblendet werden. Nimmt man in diesem Modell die Vogelperspektive ein, kann jedes Subjekt Anbieter, Kunde oder Konkurrent sein.

Umfasst die Landkarte nach dem 25 Forces Modell nun einige Anbieter sollte in einem zweiten Schritt die Suche nach hidden needs erfolgen. Wie unbekannter Bedarf aufgedeckt werden kann, wird in dem Artikel „3 Wege aus unbekanntem Bedarf Wertschöpfung zu generieren“ erörtert.

Quellen:
Michael E. Porter, „How Competitive Forces Shape Strategy,“ May 1979 (Vol. 57, No. 2), pp. 137-145.

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